Tokio (JAPANMARKT) – Der Wettbewerb bei Haushaltsgeräten in Japan bleibt scharf. Das beweist ein Zweikampf um Premium-Toaster zu Spitzenpreisen.

Knusprig und doch weich

Der Kampf um das perfekt getoastete Weißbrot wurde vor einigen Jahren von dem japanischen Hersteller Balmuda begonnen. Dessen Gerät für rund 200 Euro benutzt Wasserdampf, damit das Brot während des Toastens nicht zu trocken wird. Zum Vergleich: Handelsübliche Toaster kosten 50 bis 80 Euro.

Den Trick mit dem Aufsprayen von Wasser benutzen Hausfrauen schon lange, um altes Brot wieder schmackhaft zu machen. Balmuda setzte dieses Vorgehen technisch um. Das Ergebnis ist ganz nach japanischem Geschmack: Der goldgelbe Toast ist außen knackig und innen noch feucht-weich.

Nun kommt der Gegenschlag von Mitsubishi Electric. Ihr „Bread Oven“ genannter Toaster kam im vergangenen Monat auf den Markt und stößt mit 30.000 Yen (250 Euro) in noch höhere Preisdimensionen vor. Nicht nur das: In dem Gerät lässt sich nur eine einzige Brotscheibe rösten und es ist nur für Toast geeignet.

Verfahren vom Reiskocher

Anders als Balmuda kann Mitsubishi Electric auf Erfahrungen mit Reiskochern zurückgreifen. Von diesen Ingenieuren stammte die Idee, das Brot während des Toastens hermetisch abzudichten. Die Brotscheibe liegt auf einer viereckigen Pfanne, darüber wird ein schwerer Deckel mit einem zweiten Pfannenelement geklappt.

Für ihre 250 Euro erhalten die Käufer auch eine Smartphone-App mit Rezepten, etwa für French Toast und Pizza-Toast. Ein innovativer Zubereitungsvorschlag sieht vor, mit Mayonaise entlang der Brotrinde einen dünnen Wall zu formen. In die Mitte kommt ein rohes Ei. Das Programm sorgt dafür, dass das Ei beim Toasten fest und doch weich wird.

Foto: Mitsubishi Electric