Tokio (JAPANMARKT) – Japans Volkswirtschaft bleibt auf Kurs. Die Investitionen steigen ebenso wie die Industrieproduktion.

Zehn Quartale Wachstum

Die Kapitalausgaben von knapp 32.000 befragten Unternehmen lagen im Auftaktquartal 2019 um 6,1 Prozent über dem Vorjahr. Es war der zehnte Quartalsanstieg in Folge. Zum Vorquartal wuchs dieser Posten (ohne Ausgaben für Software) um 1,1 Prozent.

Über alle Sektoren (ohne den Finanzbereich) beliefen sich die Kapitalausgaben auf 15,7 Billionen Yen (130 Milliarden Euro). Im Schlussquartal 2018 waren die Investitionen um 5,7 Prozent gestiegen. Nach Ansicht von Analysten reagieren die Unternehmen dabei vor allem auf den Arbeitskräftemangel.

Das bedeutet, dass das japanische Bruttoinlandsprodukt zwischen Januar und März voraussichtlich stärker gewachsen ist als bisher geschätzt. Die erste Kalkulation geht von einem Plus um 0,5 Prozent zum Vorquartal aus. Das entspricht einer annualisierten Rate von 2,1 Prozent.

Fabrikausstoß steigt wieder

Unterdessen scheint das zweite Quartal gut begonnen zu haben. Die Industrieproduktion im April erholte sich etwas. Vor allem infolge von mehr gefertigten Fahrzeugen stieg der Fabrikausstoß um 0,6 Prozent zum Vormonat. Im März war die Industrieproduktion noch um den gleichen Wert zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 Punkte gegenüber März auf 2,4 Prozent. Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen lag bei 1,7 Millionen. Das waren 60.000 weniger als im März. Auf 100 Jobsuchende kamen wie im Vormonat 163 Stellenangebote.

Zugleich kletterte die Erwerbstätigenquote (für die Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren) um 0,4 Punkte zum Vorjahr auf 60,5 Prozent. Bei den Männer betrug diese Quote 84 Prozent, bei den Frauen kletterte sie auf den Rekordstand von 70,6 Prozent.

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