Tokio (JAPANMARKT) – An der Spitze von zwölf japanischen Wirtschaftssektoren kam es binnen fünf Jahren zu Führungswechseln. Dabei entpuppte sich ein kundenorientiertes Verhalten mit entsprechendem Marketing als wichtiger Faktor.

Komatsu statt MHI

Beispiel Industriemaschinen: Hier löste der Baumaschinenriese Komatsu, hinter Caterpillar die Nummer zwei weltweit, Mitsubishi Heavy Industries laut Nikkei-Daten als Marktführer ab. Der Erfolg beruht auf unterschiedlichen Geschäftsschwerpunkten: Komatsu verdient inzwischen mit Dienstleistungen für seine Baumaschinen zusätzliches Geld.

Dank einer Steuerung aus der Cloud mit Hilfe von GPS-Daten auf der Basis einer Drohnenerkundung lassen sich die Baumaschinen halb- oder vollautomatisch einsetzen. Dagegen erlitt Mitsubishi Heavy wegen des Mitsubishi Regional Jet und dem schwachen Absatz von Wärmekraftwerken unerwartete Verluste.

Alles aus einer Hand

Einen Führungswechsel verzeichnete auch das produzierende Gewerbe. Vor fünf Jahren lag Dai Nippon Printing, ein Zulieferer der Halbleiterbranche, vorn. Die Spitzenposition wanderte inzwischen an den Videospiele- und Spielzeughersteller Bandai Namco Holdings. Auch hier beruhte der Geschäftserfolg auf neuen Marketing-Ideen, indem Bandai gezielt Erwachsene als Käufer ansprach.

Im Logistik-Bereich eroberte Nippon Express die Führung von Yamato Holdings zurück. Dies gelang durch eine Neuorganisation des Binnengeschäfts. Statt einer Aufteilung in Luft-, See- und Landfracht bot Nippon Express alles aus einer Hand an. Dadurch vergrößerte der Logistiker seinen Marktanteil bei Luft- und Seefracht.

Foto: Halbautomatische Komatsu-Maschinen (© Martin Fritz)