Tokio (JAPANMARKT) – Japan ist unter den 1.000 umsatzstärksten Unternehmen der Welt am zweithäufigsten vertreten. Das brachte eine Untersuchung von Ernst & Young zutage.

Zweiter Platz für Japan

Von den 1.000 Unternehmen mit den höchsten Umsätzen kamen 299 aus den USA, also knapp ein Drittel, und 146 aus Japan, also fast ein Sechstel. Der Gesamtumsatz dieser Unternehmen belief sich auf 3,3 Billionen Euro.

Zum Vergleich: Aus Deutschland waren 44 Unternehmen in den Top 1.000, ihr Umsatz von 1,6 Billionen Euro erreichte die Hälfte des japanischen Wertes. Die Top 5 in der Übersicht: USA (299 Unternehmen), Japan (146), China (79), Großbritannien und Frankreich (jeweils 45).

Starke Umsatzentwicklung

Auch bei der Entwicklung des Umsatzes zeigte die japanische Wirtschaft Stärke. Die Einnahmen der Top 1000-Unternehmen aus Japan legten um 8,9 Prozent zum Vorjahr zu (kalkuliert mit einem Umtauschkurs von 1 Yen = 0,0076716 Euro).

94 Prozent dieser 146 Gesellschaften konnten den Umsatz steigern, bei nur sechs Prozent gingen die Einnahmen zurück. Der Vergleich: Die 44 deutschen Top 1.000-Unternehmen erhöhten den Umsatz um 1,2 Prozent, bei 73 Prozent ging es aufwärts und bei 27 Prozent abwärts.

Deutliche Gewinnsteigerung

Auch die Gewinne vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBIT) entwickelten sich unterschiedlich. Hier lagen die 16 russischen Unternehmen der Top 1000 mit einem Plus von 53 Prozent zum Vorjahr vorn, vor allem aufgrund gestiegener Ölpreise. Japans Unternehmen lagen mit einem Plus von 14 Prozent an siebter Stelle.

Dagegen bildeten deutsche Unternehmen mit einem Rückgang um zehn Prozent das Schlusslicht. Immerhin 73 Prozent der japanischen Top-1000-Gesellschaften verzeichneten ein Gewinnplus, bei 27 Prozent gingen die Erträge zurück. Dagegen gab es 59 Prozent der deutschen Top-1000-Firmen ein Gewinnminus.

Kontinentaldrift beim Umsatz

Entsprechend große Unterschiede entstanden zwischen den Kontinenten: Während die größten nordamerikanischen Unternehmen ihren Umsatz in 2018 um 9,0 Prozent steigern konnten, lag das Umsatzwachstum der europäischen Großunternehmen nur bei 4,3 Prozent. Asiens Großunternehmen schafften eine Wachstumsrate von 8,4 Prozent.

Auch beim Gewinnzuwachs verlieren Europas Top-Konzerne den Anschluss: Sie konnten 2018 den operativen Gewinn nur um 3,9 Prozent erhöhen, während die US- und asiatischen Konzerne mit 8,1 beziehungsweise 9,8 Prozent bei den Erträgen mehr als doppelt so stark zulegten.

Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die die Bilanzzahlen der jeweils 1.000 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt (ohne Banken und Versicherungen) analysierte. Dafür wurden die Unternehmen aus der Öl- und Gasbranche herausgerechnet. Ihre Entwicklung hatte im Vorjahr zu starken Verzerrungen geführt.

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