Tokio (JAPANMARKT) – Tokio bleibt für Unternehmen, die Manager ins Ausland entsenden, die zweitteuerste Stadt weltweit. Das hängt auch mit der Währung Yen zusammen.

Hongkong vor Tokio

Laut dem Mercer’s Cost of Living Survey 2019 befinden sich acht der zehn teuersten Städte der Welt für Expatriates in Asien, zwei mehr als im Vorjahr. Das führt das Beratungsunternehmen auf die hohen Kosten für Konsumgüter und dynamische Immobilienmärkte zurück.

Hongkong verteidigte die Spitzenposition des Vorjahres, Singapur stieg um einen Rang auf den dritten Platz und verdrängte Zürich als teuerste nichtasiatische Stadt auf den fünften Platz. Seoul rückte vom fünften auf den vierten Platz vor. Auf den Plätzen sechs bis zehn folgen Shanghai, Ashgabat, Peking, New York und Shenzhen.

„Die Lebenshaltungskosten sind ein wichtiger Bestandteil der Attraktivität einer Stadt für Unternehmen“, sagte Yvonne Traber, Global Mobility Product Solutions Leader bei Mercer. Anders gesagt: Eine teurere Stadt ist für einen entsandten Manager oft auch eine attraktivere Stadt, weil die Kosten einen höheren Lebensstandard spiegeln.

Abhängig vom Dollar

Allerdings hängen die jährlichen Änderungen in der Mercer-Rangliste, die von vielen Personalabteilungen in internationalen Unternehmen beachtet wird, stark vom Wechselkurs des US-Dollars ab. Der Euro wertete zum Dollar ab, dadurch sanken europäische Städte im Ranking nach unten.

Parallel wertete die japanische Währung Yen zum Dollar auf. Das verteuert die Lebenshaltungskosten in der japanischen Hauptstadt, wenn man in US-Dollar bezahlt wird. Dennoch bleibt Tokio für Europäer teuer, da der Yen im Berichtszeitraum auch gegenüber dem Euro aufwertete.

Foto: Wohnblocks im bei ausländischen Managern beliebten Stadtviertel Roppongi (© Martin Fritz)