Tokio (JAPANMARKT) – Die Managergehälter in Japan steigen. Das liegt vor allem an der Anpassung an westliche Einkommenshöhen der beschäftigten Ausländer.

Zunahme zum Vorjahr

Im vergangenen Jahr verdienten 557 Manager in Japan mehr als 100 Millionen Yen (813.000 Euro), im Vorjahr waren es noch 538. Die Daten stammen von Tokyo Shoko Research und basieren auf den seit 2010 vorgeschriebenen Pflichtmeldungen von Unternehmen an die Tokioter Börse.

Sechs der zehn bestbezahlten Manager im abgelaufenen Jahr waren Ausländer, fünf davon arbeiteten für die Softbank Group von Masayoshi Son. An der Spitze stand Ronald Fisher, Vize-Chairman von Softbank, mit 3,26 Milliarden Yen (26,5 Millionen Euro). An dritter Stelle lag Marcelo Claure, Chief Operating Officer von Softbank und Executive Chairman des US-Mobilfunkers Sprint. Er verdiente 1,8 Milliarden Yen (14,6 Millionen Euro).

Die weiteren Ausländer in den Top Ten waren Takeda-Chef Christophe Weber (1,7 Milliarden Yen), der inzwischen abgesetzte Nissan-Chef Carlos Ghosn (1,6 Milliarden Yen), Softbank-Direktor Simon Segars (1,1 Milliarden Yen) und Toyota-Vizepräsident Didier Leroy (1,04 Milliarden Yen).

Kein Japaner oben

Der bestbezahlte Japaner, Kazuo Kanetsuna, arbeitet für das weitgehend unbekannte Bauunternehmen Shinnihon. Mit einem Jahreseinkommen von 2,3 Milliarden Yen lag der Chairman an zweiter Stelle. Den zehnten Platz nahm Toshiki Kawai, CEO des Halbleiterunternehmens Tokyo Electron, mit 919 Millionen Yen ein.

Daher dürfte in diesem Jahr eine Kontroverse über die Gehaltshöhen der Chefs ausbleiben. Im Vorjahr hatte Kazuo Hirai, der Chairman von Sony, mit 2,7 Milliarden Yen ganz oben auf der Liste gestanden. Darauf musste sich Sony entschuldigen und erklären, warum Hirai in seinem letzten Beschäftigungsjahr so viel verdient hatte.

Hinter Hirai standen im Vorjahr Ronald Fisher von Softbank (2 Milliarden Yen), Marcelo Claure von Softbank (1,4 Milliarden Yen), Rajeev Misra von Softbank (1,2 Milliarden Yen) und Christophe Weber von Takeda (1,2 Milliarden Yen). Zum Juni ist Hirai aus Sony-Diensten ausgeschieden, in dem Jahr reichte es nicht für einen Spitzenplatz.

Foto: Tokioter Börse (Wikipedia CC0)