Tokio (JAPANMARKT) – Der drittgrößte Textilkonzern der Welt, Fast Retailing aus Japan, verbannt Plastiktüten aus seinen Geschäften. Die einzelnen Schritte stehen schon fest.

Plastik einsparen

Die verwendete und verbrauche Kunststoffmenge in allen Einzelhandelsgeschäften des japanischen Textilriesen soll bereits bis Ende nächsten Jahres um 85 Prozent schrumpfen. Das entspricht 7.800 Tonnen Plastik. Neben der Hauptmarke Uniqlo betreibt Fast Retailing Geschäfte für die Marken GU, Comptoir des Cotonniers, Princesse tam.tam, J Brand, Theory und PLST.

Ab September stellen die Filialen in zwölf Ländern ihre Verpackung für verkaufte Waren von Plastik auf zertifiziertes oder Recyling-Papier um. In anderen Märkten, in denen bereits Papiertüten im Einsatz sind, stellt Fast Retailing auf die zertifizierte Version um. Die Zertifizierung nach dem FSC-Standard bezieht sich auf die Herkunft des Papiers.

Plastiktüte gegen Geld

Gleichzeitig bieten alle Uniqlo- und GU-Geschäfte in Japan und im Ausland sowie alle Comptoir des Cotonniers and Princesse tam.tam-Filialen im Ausland wiederverwendbare Stoffbeutel zum Verkauf an. Als Anreiz für den Umstieg kosten Plastiktüten bei Uniqlo und GU in Japan ab Januar 2020 elf Yen. In 16 Auslandsmärkten kosten Plastiktüten bereits ab September Geld.

Außerdem kündigte Fast Retailing an, den Gebrauch von Plastik als Material für Warenverpackungen zu verringern. Dies gilt zum Beispiel für die Heattech- und Airism-Textilien und für Pantoffeln. Die Verwendung von Plastik in der ganzen Lieferkette wird auf den Prüfstand gestellt. Japan gilt als zweitgrößter Plastikverbraucher der Welt.

Foto: Papiertüte von Uniqlo (Fast Retailing)