Tokio (JAPANMARKT) – Smartphones und Browserspiele drohen das Geschäft mit Videospielen zu bremsen. Das spüren jetzt zwei japanische Hersteller.

Vorhersage gekürzt

Sony hat die Absatzprognose für die Spielekonsole Playstation 4 gesenkt. Im laufenden Geschäftsjahr will der Elektronikriese 15 Millionen dieser PS4-Konsolen verkaufen, eine Million weniger als bislang vorhergesagt. Damit macht die betagte Konsole nach über 100 Millionen Verkäufen schneller schlapp als gedacht.

Das Gerät für Vielspieler kam im Winter 2013 auf dem Markt und erreicht nun trotz eines zwischenzeitlichen technischen Updates das Ende seiner Lebensdauer. Allerdings kämpft das Konsolengeschäft neuerdings gegen Spiele an, die über den Browser laufen. Das macht den Kauf einer separaten Hardware überflüssig.

Beim Rivalen Nintendo mit einer etwas anderes Zielgruppe – nämlich eher Amateurspieler – sieht es etwas besser aus. Die Konsole Switch verkaufte sich im vergangenen Quartal 2,1 Millionen Mal. Das entsprach einem Plus um dreizehn Prozent zum Vorjahr.

Gewinn unter Erwartung

Von der Konsole Switch setzte der Hersteller aus Kyoto seit der Einführung im März 2017 fast 37 Millionen Stück ab. Bezogen auf die gleiche Zeit nach dem Verkaufsstart liegt die Switch laut der Agentur afp nun vor Sonys PS 4, die im gleichem Zeitraum von 27 Monaten fast 36 Millionen Mal gekauft wurde.

Dennoch verfehlte der Netto-Quartalsgewinn von 27,4 Milliarden Yen (266 Millionen Euro) die Erwartungen deutlich. Auch die Zuwächse im operativen Ertrag (zehn Prozent) und im Umsatz (zwei Prozent) enttäuschten. Daher ruhen die Hoffnungen von Aktienanlegern nun auf der neuen Konsole Switch Lite (ab September) und neuen Smartphone-Spielen.

Foto: Playstation PS4 (Pixabay CC0)