Tokio (JAPANMARKT) – Preferred Networks gilt als Japans bekanntestes und wertvollstes „Einhorn“. Sein größtes Versprechen ist ein nützlicher Haushaltsroboter.

Zimmer aufräumen

Bei der Ceatec-Messe im Oktober vergangenen Jahres zeigte das japanische Start-up einen Prototypen, der ein unordentliches Zimmer aufräumen kann. Der Roboter identifizierte Schuhe, Socken, Spielzeug und Kartoffelchips auf einem Zimmerboden und sortierte die gefundenen Sachen in Kisten. Eine kommerzielle Version soll in fünf Jahren auf den Markt kommen, versprachen die beiden Gründer von Preferred Networks.

Ihre Ankündigung fand viel Aufmerksamkeit: Schließlich gehören Japans größter Industrieroboter- und Automatisierungsspezialist Fanuc sowie Toyota zu seinen größten Auftrags- und Kapitalgebern. Toyota spendierte auch die Hardware für den Haushaltsroboter. Zudem zählen HItachi, Mizuho Financial Group und das Handelshaus Mitsui zu den Unterstützern.

Unterstützung von Toyota

Start-up-CEO Toru Nishikawa ist überzeugt davon, dass Roboter sich ähnlich wie Computer auch für Privatleute erschwinglich werden. Die meisten Gegenstände im Haushalt würden in der Zukunft nicht vernetzt werden und online gehen. Statt dessen würden sich autonome Roboter durchsetzen, die nützliche Tätigkeiten für den Menschen ausüben können.

Das Potenzial von Preferred Networks resultiert aus dem Datenschatz, den die Fabriken von Toyota und die Roboter von Fanuc minütlich liefern. Das dürfte dem Start-up dabei helfen, seine Algorithmen zu verbessern und die Produktion von Autos und Elektronik zu verbessern. Dadurch könnte Japan seinen Rückstand bei künstlicher Intelligenz aufholen.

Foto: Preferred Networks-Mitgründer Toru Nishikawa (© FCCJ)