Tokio (JAPANMARKT) – Hohe Buchgewinne aus Beteiligungen und ein Verkauf von Alibaba-Anteilen haben der Softbank Group das bisher beste Quartal beschert. Allerdings stehen viele Gewinne nur auf dem Papier.

Rekord beim Gewinn

Der weltgrößte Technologieinvestor steigerte sich unterm Strich um mehr als das Dreifache auf 1,12 Billionen Yen (9,4 Milliarden Euro). Mehr als die Hälfte des operativen Ergebnisses von 688,8 Milliarden Yen ging auf das Konto des Softbank Vision Fund sowie des eigenen Delta Fund. Der Spartenertrag legte um zwei Drittel auf 397,6 Milliarden Yen (3,3 Milliarden Euro) zu.

Die Anteile an Slack Technologies nach dem Börsengang im Juni, der indischen Hotelkette Oyo Rooms sowie dem Restaurant-Lieferdienst DoorDash verteuerten sich zwar nur auf dem Papier. Aber dadurch machte Softbank den Buchverlust ihrer Anteile an dem Mobilitätsdienstleister Uber Technologies von 195,3 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) wett. Der Uber-Kurs ist unter den Ausgabepreis vom Mai gesunken.

Fonds mit Wertzuwachs

Laut Softbank waren die 81 Investitionen der beiden Fonds in Tech-Unternehmen in den Bereichen Internet und künstliche Intelligenz zu Ende Juni 66,3 Milliarden Dollar wert. Das Portfolio wuchs seit dem jeweiligen Einstieg um insgesamt 15,9 Milliarden Dollar. Im Berichtsquartal zwischen April und Juni kletterten die investierten Gelder um 6,2 Milliarden Dollar.

Der Ebit-Gewinn (vor Steuern und Zinsen) der Gruppe verdreifachte sich auf 1,68 Billionen Yen (14,1 Milliarden Euro). Der Sprung kam nicht überraschend. Über eine komplexe Transaktion sicherte Softbank eine Kreditaufnahme mit Aktien der chinesischen Alibaba Group ab, was einen Bilanzertrag von 1,2 Billionen Yen einbrachte. Dabei schmolz ihre Beteiligung an dem E-Commerce-Riesen von 32,2 Prozent auf rund 26 Prozent.

Foto: Softbank