Tokio (JAPANMARKT) – Marktführer Toyota und der Branchenvierte Suzuki haben eine Kapitalallianz geschlossen. Damit geht die Konsolidierung der japanischen Autoindustrie weiter.

Neue Autoallianz

Die gegenseitige Beteiligung von Toyota und Suzuki ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem strategischen Verbund in Japan für elektrische und autonome Fahrzeuge mit einer Jahresproduktion von 16 Millionen Einheiten, zu dem neben Toyota und ihren Töchtern Daihatsu und Hino auch Suzuki, Mazda und Subaru gehören.

Diese Autobauer sind schon Partner im Gemeinschaftsunternehmen „EV Common Architecture Spirit“ für die Entwicklung von Karosserien und Komponenten von Elektroautos. Der Toyota-Zulieferer Denso und der Toyota-Partner Mazda gründeten das Unternehmen im September 2017. Nur Honda und Nissan gehören nicht mit dazu.

Ersatz für Volkswagen

Für 96 Milliarden Yen (820 Millionen Euro) erwirbt Toyota knapp fünf Prozent der Anteile von Suzuki. Der Branchenriese hält bereits 5,1 Prozent von Mazda und 16,8 Prozent von Subaru. Suzuki kauft ihrerseits für 48 Milliarden Yen Toyota-Aktien. Bei der aktuellen Marktkapitalisierung entspricht dies 0,2 Prozent der Anteile. Schon länger hatten Branchenkenner über eine gegenseitige Beteiligung spekuliert.

Suzuki suchte seit dem schrittweisen Ausstieg von General Motors bis 2008 aus Kostenüberlegungen nach einem Partner für elektrische Antriebe, wählte dafür 2009 zunächst Volkswagen und verkaufte 19,9 Prozent der Aktien nach Wolfsburg. Doch bald schwand das Vertrauen, die Verbindung trug keine Früchte und löste sich 2015 endgültig auf, als Suzuki eine Entschädigung an VW zahlte.

Foto: Toyota