Tokio (JAPANMARKT) – Vier Jahre nach dem Abriss eröffnet am Donnerstag das neue Hotel Okura in der japanischen Hauptstadt. Das heimliche Ziel, das luxuriöseste und teuerste Hotel der Stadt zu bauen, wird offenbar erreicht.

Zwei neue Gebäude

Das neue Hotel besteht aus dem 41-stöckigen Prestige Tower und dem 17-stöckigen Heritage Wing-Gebäude mit insgesamt 508 Zimmern, über ein Fünftel mehr als im alten Hotel Okura. Die Lobby übernimmt viele japanische Dekorationen des alten Hotels, darunter die Papier- und Deckenleuchten, und wird daher bei manchen Besuchern nostalgische Gefühle wecken.

Jedes Gästezimmer hat mindestens 47 Quadratmeter Fläche, pro Nacht werden mindestens 70.000 Yen (knapp 600 Euro) fällig. Die Imperial Suite mit 730 Quadratmetern lässt sich für drei Millionen Yen pro Nacht mieten (über 25.000 Euro). Die üppigen Gärten und Grünanlagen des Hotels sollen ein besonderer Luxus in der Betonwüste von Tokio sein.

Gute Aussichten

Im Okura Prestige Tower beginnen die Gästezimmer erst im 28. Stock mit freiem Ausblick auf die Stadt. Außer Restaurants und Banketträume bietet das Turmgebäude einen der größten Ballsäle aller Hotels in Tokio. Dadurch will das Okura Hotel in das Geschäft mit hochrangigen internationalen Konferenzen einsteigen.

Neben dem Imperial Hotel und dem New Otani zählte das Okura seit Jahrzehnten zu den drei klassischen Hotels der Hauptstadt. Das historische Hotel Okura öffnete 1962 und galt lange Zeit als ein architektonisches Juwel und das luxuriöseste Hotel der Hauptstadt. Sein Abriss im August 2015 erzeugte viel Kritik. Seitdem war nur der verbliebene Annex in Betrieb.

Foto: Lobby im neuen Hotel Okura Prestige Tower Tokyo (© Taniguchi and Associates)