Tokio (JAPANMARKT) – Chinas Automarkt ist in 14 der vergangenen 15 Monate geschrumpft. Dennoch setzt Toyota dort auf langfristiges Wachstum.

Akkus aus China

Im April hielt Toyota-Chef Akio Toyoda eine wegweisende Rede an der renommierten Universität Tsinghua in Peking. Darin sagte der Enkel des Toyota-Gründers der chinesischen Autoindustrie die Führung bei Technologie und Innovation vorher. Der Anlass für die Rede: Ein gemeinsames Forschungsinstitut.

Seitdem hat Toyota noch mehr Zukunftsschritte auf Chinas Automarkt unternommen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Batterien für Elektroautos. Der japanische Autobauer wählte die Hersteller BYD und Contemporary Amperex Technology (CATL) als künftige Zulieferer aus.

Nach einem Bericht der Finanzzeitung Nikkei plant die Toyota-Tochter Primearth EV Energy den Bau eines vierten Werkes in China. Primearth baut bislang Nickel-Metallhydrid-Batterien in einem Werk, zwei neue Werke befinden sich im Bau. Durch die drei Zusatzwerke würde sich die Produktion bis 2021 auf 400.000 Einheiten vervierfachen, vermutlich für Hybridautos in China.

Autonomes Fahren

Aber Toyota will auch bei autonomen Autos in China mitmischen. Daher investierten die Japaner in diesem Jahr 600 Millionen Dollar in Chinas größten Mobilitätsvermittler Didi. Im August folgte eine Kooperation mit dem chinesischen Start-up Pony.ai für autonome Autos, zuvor beteiligte sich Toyota an dem Apollo-Programm für selbstfahrende Autos des Internetriesen Baidu.

Die langfristige Zuversicht von Toyota hängt auch damit zusammen, dass sich die eigenen Verkaufszahlen gegen den Markttrend positiv entwickeln. In den sieben Monaten zwischen Januar und Juli setzte der Autobauer rund 902.000 Fahrzeuge ab. Das waren zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, während der Gesamtmarkt um 11,4 Prozent zurückging.

Foto: Batterieautos für China (Toyota)