Tokio (JAPANMARKT) – Der Anteil der über 65-Jährigen in Japan steht auf einem neuen Rekordhoch. Auch die Zahl der Hundertjährigen wächst weiter.

Weit vor Deutschland

Wie immer kurz vor dem Feiertag für den Respekt vor den Alten am vergangenen Montag veröffentlichte das Innenministerium die neuesten Bevölkerungsdaten. Danach gibt es nun 35,9 Millionen Japaner im Alter über 65 Jahren. Über 70-Jährige erreichten die Zahl von 27,2 Millionen.

Die Zahl der älteren Männer stieg auf 15,6 Millionen und die Zahl der Frauen auf 20,3 Millionen. Der Anteil der über 65-Jährigen entspricht 28,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Laut dem National Institute of Population and Social Security Research wird dieser Anteil bereits im Jahr 2025 auf 30 Prozent wachsen.

Aber schon mit dem jetzigen Wert liegt Japan weltweit an der Spitze. Zum Vergleich: Diese Quote beträgt in Deutschland 21,6 Prozent, dort sind 18 Millionen Menschen über 65 Jahre alt. Damit liegt Deutschland an sechster Stelle. Das nächstälteste Land ist Italien mit 13,9 Millionen über 65-Jährigen und einem Anteil von 23 Prozent an der Gesamtbvölkerung.

Mehr Superalte

In einer logischen Folge wächst auch die Zahl der über Hundertjährigen in Japan weiter an. Ihre Zahl erreicht seit 49 Jahren jeweils eine neue Höchstmarke. Beim letzten Stichtag waren es über 71.200. Auch hier liegt Japan zumindest bei der absoluten Zahl weltweit vorn. Relativ zur Bevölkerung liegen Japan und Hongkong seit Jahren ungefähr gleichauf.

Die schlechte Nachricht für Männer in Japan: Sieben von acht Hundertjährigen sind weiblich. Das biblische Alter fordert allerdings einen speziellen Tribut: Mehr als die Hälfte der Steinalten leidet an Demenz in verschiedenen Stadien.

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