Tokio (JAPANMARKT) – Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec will mit Japans Pharma-Marktführer Takeda eng kooperieren. Dabei wurde eine Arbeitsteilung vereinbart.

Geld für Meilensteine

Die beiden Unternehmen legen mindestens fünf Programme für neue Wirkstoffe auf. Die Entwicklung findet bei Evotec statt, die Erprobung am Menschen übernimmt Takeda. Evotec erhält je Programm insgesamt mehr als 170 Millionen Dollar, wenn bestimmte präklinische, klinische und kommerzielle Meilensteine erreicht sind. Außerdem erhalten die Deutschen eine mehrstufige Beteiligung an potenziellen Umsätzen.

„Die Zusammenarbeit mit Partnern wie Evotec, die in der Wirkstoffentwicklung weltweit führend sind, ist ein zentraler Bestandteil unseres Modells für die Entdeckung und Entwicklung transformativer medizinischer Ansätze“, sagte Steve Hitchcock, der Chef der globalen Forschung und Entwicklung des japanischen Branchenriesen.

Erneute Kooperation

Craig Johnstone, Chief Operating Officer von Evotec, fügte hinzu: „Takedas Wertvorstellungen passen hervorragend zu Evotec – insbesondere unser gemeinsamer Einsatz für die Translation von erstklassiger Wissenschaft in hochinnovative Wirkstoffe. Wir freuen uns darauf, mit gemeinsamen Ressourcen und Kompetenzen neuartige Therapieansätze entwickeln zu können.“

Evotec benutzt eine Wirkstoffforschungsplattform, um therapeutische Hypothesen zu untersuchen und niedermolekulare Programme zu entwickeln. Takeda konzentriert sich seit einiger Zeit auf die vier therapeutischen Kerngebiete Onkologie, Gastroenterologie, Neurologie und seltene Krankheiten.

Für Evotec ist es nicht die erste Kooperation mit Takeda. Im vorigen Jahrzehnt hatten die beiden Unternehmen aus Deutschland und Japan bereits vier Jahre im Bereich Alzheimer zusammengearbeitet.

Foto: Evotec