Tokio (JAPANMARKT) – Japans größte Textilkette Uniqlo hat die erste Filiale in Indien eröffnet. Über das Wachstumstempo ist jedoch noch nicht entschieden.

Drei Mal Delhi

Während der US-Textilkonzern Forever 21 in das Insolvenzverfahren geht und seine Filialen in Japan schließt, setzt die Uniqlo-Mutter Fast Retailing ihre globale Expansion fort. Das dreistöckige Geschäft steht in der Ambience Mall von Vasant Kunj, einem Stadtteil im Süden der Hauptstadt Neu-Delhi. Zwei weitere Geschäfte in der Hauptstadtregion sollen folgen.

Auf diese Weise will Fast Retailing Erfahrungen mit dem indischen Retail-Markt sammeln. Danach will Gründer und Konzernchef Tadashi Yanai, der inzwischen 70 Jahre alt ist, über die weiteren Schritte entscheiden. Die 1,3 Milliarden Einwohner des Landes machten Indien zu einem extrem wichtigen Markt für das Unternehmen, sagte Yanai in einem Interview.

Weltweit Nummer 3

Ursprünglich sollte der Indienstart von Uniqlo bereits 2017 stattfinden. Damals wollte man zunächst mit einem lokalen Partner beginnen, da die Regierung vorschrieb, mindestens 30 Prozent des Materials von kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Indien einzukaufen. Auf diese Auflage für Retail-Unternehmen mit Einzelmarke wurde später verzichtet. Deswegen schwenkte Uniqlo auf die Gründung einer eigenen hundertprozentigen Tochtergesellschaft in Indien um.

Indien ist der 24. Auslandsmarkt für die weltweite Nummer drei hinter der spanischen Inditex mit der Marke Zara und der schwedischen Gruppe H&M. In den Vormonaten wurden die ersten Filialen in Dänemark und Italien aufgemacht, als nächster nationaler Markt folgt Vietnam mit einem Verkaufsgeschäft in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Foto: Uniqlo