Tokio (JAPANMARKT) – Die Stadt Hamburg und die Präfektur Fukushima wollen bei erneuerbaren Energien stärker kooperieren. Dabei setzen beide Seiten auf den Austausch ihrer Erfahrungen mit Wasserstoff und Windkraft.

Erhoffte Synergieeffekte

Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, und der Gouverneur der Präfektur Fukushima, Masao Uchibori, unterzeichneten im Rathaus der Hansestadt ein Memorandum of Understanding. Japan zeigt sich an der deutschen Expertise im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie, interessiert.

Das deutsche Interesse hängt dem Renewable Energy Hamburg Cluster zusammen, das durch Windkraft gewonnene Energie in Wasserstoff umwandeln will. Daher möchte Hamburg von den japanischen Erfahrungen mit dem Einsatz und der Speicherung von Wasserstoff profitieren, um Norddeutschland als Hot Spot für Wasserstoff in Deutschland zu etablieren.

Ein stärkerer Erfahrungsaustausch sowie eine intensivere Zusammenarbeit führen zu Synergieeffekten, so die Überlegung hinter der Kooperation. Konkret denkt man an gemeinsame Konferenzen, Untersuchungen von Marktchancen in beiden Regionen, die Vernetzung relevanter Akteure aus Politik, Verwaltung, Industrie und Wissenschaft sowie gemeinsame Messeauftritte und –besuche.

Ergebnis einer Japanreise

Die Absichtserklärung ergab sich aus der Japan-Reise im April 2018 des damaligen Senators Frank Horch, auf der unter anderem der Erneuerbare-Energien-Standort Fukushima besucht wurde. In den Gesprächen wurden Kooperationspotentiale ermittelt.

Fukushima möchte die Windparks der Region ausbauen und mit Hilfe der dort gewonnenen Energie Wasserstoff zum Betrieb der Brennstoffzellenbusse herstellen, die bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eingesetzt werden.

Noch im Oktober wird die Stadt Hamburg in Tokio auf einem Seminar des Renewable Energy Hamburg Clusters mit der japanischen New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) vertreten sein. Zudem ist ein Gemeinschaftsstand auf der Energy Industrial Fair in Koriyama geplant.

Foto: Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, und der Gouverneur der Präfektur Fukushima, Masao Uchibori (© Stadt Hamburg)