Tokio (JAPANMARKT) – Der Japaner Akira Yoshino ist unter den drei Gewinnern des Chemie-Nobelpreises für die Entwicklung des Lithium-Ionen-Akkus. Der Chemiker arbeitet bis heute für das Unternehmen Asahi Kasei.

Grundlage aus USA

Dieser Akku wird heute in allen Bereichen von Mobiltelefonen über Laptops bis hin zu Elektrofahrzeugen eingesetzt. Der Akku kann auch erhebliche Mengen an Energie aus Sonnen- und Windkraft speichern, was eine fossile, brennstofffreie Gesellschaft ermöglicht, begründete das Nobelpreiskomitee in Stockholm seine Auswahl.

Den Grundstein für die Lithium-Ionen-Batterie legte der US-Forscher Stanley Whittingham mit seiner Entdeckung des energiereichen Material Titandisulfid für eine Kathode, während die Anode teilweise aus metallischem Lithium bestand. Der zweite Preisträger, John Goodenough, fand heraus, dass Kobaltoxid noch mehr Potenzial als Kathode hatte.

Sony als Erstnutzer

Auf dieser Grundlage entwickelte Akira Yoshino 1985 die erste kommerziell nutzbare Lithium-Ionen-Batterie. Anstatt reaktivem Lithium in der Anode verwendete er Petrolkoks, ein Kohlenstoffmaterial, das, wie das Kobaltoxid der Kathode, Lithiumionen einlagern kann. Dadurch können die Ionen in einem Elektrolyten fließen und Strom erzeugen.

Das Ergebnis war ein leichter, strapazierfähiger Akku, der hunderte Male aufgeladen werden konnte, bevor seine Leistung nachließ. Als erstes Elektronikunternehmen verwandte Sony 1991 einen Lithium-Akku kommerziell. Der Hersteller der ersten Akkus war ein Gemeinschaftsunternehmen von Asahi Kasei und Toshiba.

Foto: Preisträger Yoshino rechts im Bild (Niklas Elmehed © Nobel Media)