Tokio (JAPANMARKT) – Das Toyota-Forschungsinstitut in den USA entwickelt einen Mehrzweckroboter für Zuhause. Für das Training der Maschine benutzen die Forscher ein Telesystem.

Lehrer und Schüler

Nach Ansicht des Toyota-Wissenschaftlers Russ Tedrake sind Simulationen der Schlüssel, um Roboter so zu unterrichten, dass sie zuverlässig arbeiten. Jedoch ist das Bedienen und Navigieren in der Vielfalt einer häuslichen Umgebung eine große Herausforderung für die Maschinen.

Deswegen lehren die Wissenschaftler den Roboter, beliebige Aufgaben mit einer Vielzahl von Objekten auszuführen. Auf diese Weise lernt der Roboter, das, was er sieht, mit den Aktionen zu verbinden, die ihm beigebracht werden.

Beim „Unterricht“ setzt das Institut ein Telepräsenzsystem ein, in dem ein Modell des Roboters widerspiegelt, was der reale Roboter tut. Der Lehrer sieht über das System live und dreidimensional, was die Sensoren des Roboters „sehen“.

Beim Unterrichten nutzt der Lehrer seine eigene Kreativität, wie der Roboter verschiedene Werkzeuge einsetzt und verwendet. Dadurch lässt sich das Wissen des Menschen für spezifische Situationen schnell auf den Roboter übertragen.

Mittlerer Lernweg

Nach Angaben des Forschungsinstituts geht Toyota bei der Lernmethode einen Mittelweg: Auf der einen Seite berechnet ein Roboter, zum Beispiel ein autonomes Auto, durch kontinuierliche Wahrnehmung seinen Weg. Auf der anderen Seite hat der Roboter über Deep Learning eine Methode erworben, sich in seiner Umgebung zu bewegen.

Der Roboter von Toyota soll jedoch nur die Dinge um sich herum verstehen, die für das Verhalten relevant sind. Der Roboter ordnet einen bestimmten Satz von Verhaltensweisen beliebigen Szenen, Objekten und Sprachbefehlen zu. Dadurch benötigt das System keine vorherigen Objektmodelle oder Karten.

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