Tokio (JAPANMARKT) – Kyocera hat einen neuartigen Sensor für den Stoffwechsel bei Kohlenhydraten entwickelt. Die Messung erfolgt indirekt.

Neuartige Technik

Wir haben uns daran gewöhnt, mit einer Smart Watch oder einem Sensor auf der Haut die Herz- und Pulsfrequenz und ein Elektrokardiogramm aufzeichnen. Nun zeigt der Elektronikriese Kyocera auf der CEATEC-Technikmesse ein tragbares und leicht einsetzbares System zur Überwachung der aufgenommenen Kohlenhydratmenge.

Laut aktuellen Studien können übermäßige Mengen an Kohlenhydraten über eine arterielle Versteifung zu Herz-Kreislauf-Problemen führen. Deswegen verwendet das Gerät einen Gyrosensor, um die Geschwindigkeit der Pulswellen zu messen, also die Druckwelle, die das Herz beim Pumpen von Blut in den Adern erzeugt.

Die Messung erfolgt nach einem einfachen Prinzip: Je höher die Geschwindigkeit der Pulswelle, desto höher der Druck. Je höher der Druck, desto steifer können die Arterien sein, was auf eine höhere Menge an Kohlenhydraten im System hinweisen kann. Diesen Zusammenhang hat Kyocera in eigenen Forschungen nachgewiesen.

Vorbeugung von Diabetes

Die indirekte Messung kann natürlich keine professionelle Blutuntersuchung ersetzen. Aber gefährdete Personen können sich durch eine schnelle Messung über den aktuellen Zustand ihrer Arterien informieren. Das System arbeitet nichtinvasiv, ist klein und tragbar (siehe Foto). Dadurch dürften die Nutzer häufiger messen.

Durch das vergrößerte Problembewusstsein für Kohlenhydrate könnte sich zum Beispiel eine Diabetes-Erkrankung vermeiden lassen. Der weltweit erste Pulswellenmesser mit Gyrosensor soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Die Daten lassen sich über eine App auf dem Smartphone speichern.

Foto: Kyocera