Tokio (JAPANMARKT) – Nach der Schließung des letzten Computerwerks in Europa will Fujitsu 700 neue Mitarbeiter einstellen. Darin spiegelt sich die geänderte Unternehmensstrategie wider.

Vorrang für Beratung

Die Rechnerproduktion in Augsburg wird im Herbst 2020 eingestellt, dann bleiben von 1.500 Stellen nur 350 Arbeitsplätze im technischen Support erhalten. An anderen deutschen Standorten werden weitere 300 Stellen eingespart. Doch nun kündigte Christian Leutner, Vertriebschef für Fujitsu Europa, in einem Interview die Schaffung von 700 neuen Stellen an.

Die neuen Stellen sind vor allem für Berater gedacht, die Fujitsu-Kunden bei Projekten mit SAP-Software, Hybrid-IT und Datenzentren unterstützen sollen. „Wir wollen bei unseren Kunden stärker als Consultants wahrgenommen werden und nicht nur als reiner Hardware- und Lösungslieferant“, sagte Leutner der „Computerwoche“.

Die Neuausrichtung hin zum Consulting gehört zur Gesamtstrategie von Präsident Takahito Tokita. Binnen vier bis fünf Jahren wird Fujitsu als „Digital Transformation Company“ neu positioniert. Dabei soll das Europageschäft einen zunehmend wichtiges Standbein werden.

Neuer Standort

Für seine neue Niederlassung in Augsburg hat sich Fujitsu für den Toni-Park an der Rumplerstraße entschieden. In den Neubau, der zuerst von Infineon genutzt wurde (siehe Foto), sollen ab Ende 2020 die verbliebenen 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre neuen Arbeitsplätze beziehen.

Fujitsu wird in dem Gebäude zwei Etagen sowie Teile des Erdgeschosses anmieten – insgesamt rund 5.000 Quadratmeter. Im Toni-Park werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich IT-Dienstleistungen, der Entwicklung sowie des technischen Kundendiensts und der Verwaltung beschäftigt sein.

Foto: © Toni-Park, Augsburg