Tokio (JAPANMARKT) – Seit vielen Monaten sucht Japan Display neue Geldgeber. Nun könnte Apple der lange erhoffte Retter in der Not werden.

Neues Kapital

Laut japanischen Medienberichten sollen die neuen Geldgeber bis zu 40 Milliarden Yen (rund 330 Millionen Euro) aufbringen, damit der größte japanische Hersteller von Bildschirmen für tragbare Computer vom Smartphone bis zum Tablet finanziell überleben kann.

Die genauen Details bleiben, wie so oft in den vergangenen Monaten, vorerst im Dunkeln. Nach japanischen Presseberichten soll ein großer Teil des frischen Kapitals von Apple kommen. Der kalifornische Smartphone-Gigant will die Zulieferer von Displays mit organischen Leuchtdioden diversifizieren.

Damit scheint ein neues Kapital im Drama um die Zukunft von Japan Display zu beginnen. Bis zu 200 Millionen Dollar könnten von Apple fließen. Dies würde teilweise über eine schnellere Bezahlung von Lieferungen geschehen, mit dem Ziel, den Cashflow zu verbessern.

Plötzliche Wende

Laut japanischen Medienberichten stimmte Apple dem neuen Hilfspaket zu, weil es Japan Display vorerst als weiteren Zulieferer für Bildschirme mit Flüssigkeitskristallen benötigt. Offenbar ist die Nachfrage nach Apple-Smartphones mit einem solchen Display gestiegen.

Diese Entwicklung bedeutet eine überraschende Wende, weil gerade die schwache Nachfrage nach iPhones mit einem LCD-Bildschirm zur aktuellen Finanzkrise von Japan Display beigetragen hatte. Deswegen hatten letztlich auch chinesische und taiwanesische Investoren ihre Zusagen für ein Hilfspaket wieder zurückgezogen.

Foto: Japan Display