Tokio (JAPANMARKT) – Die Kostensenkungen bei Nomura scheinen zu wirken. Das dritte Quartal hintereinander endet mit schwarzen Zahlen.

Sonderfaktor Verkauf

Der Verkauf einer Beteiligung hat Nomura Holdings den höchsten Quartalsgewinn seit 17 Jahren beschert. Im Vierteljahr zwischen Juli und September erzielte Japans größte Investmentbank unterm Strich einen Ertrag von 138,6 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro). Allerdings stammten 73,3 Mrd. Yen aus der Veräußerung von 13,5 Prozent am Nomura Research Institute.

Die Wholesale-Sparte – das Geschäft mit Unternehmen und institutionellen Investoren – scheint die Gewinnwende gelungen zu sein. Der Vorsteuergewinn sprang um fast das Vierfache zum Vorjahr auf 18,9 Milliarden Yen (157,5 Millionen Euro). Das bedeutete zugleich das zweite positive Quartal hintereinander.

Schwäche bei Daiwa

Dauerrivalin Daiwa Securities konnte im Berichtszeitraum weniger glänzen. Der Gewinn legte um 7,8 Propzentl zum Vorjahr auf 17,3 Mrd. Yen (144 Mill. Euro) zu, obwohl die Einnahmen um 10 Prozent auf 96,3 Milliarden Yen und der Vorsteuerüberschuss um 45 Prozent auf 9,8 Milliarden Yen schrumpften. Immerhin schrieb das Auslandsgeschäft das 14. Quartal in Folge mit 8,4 Milliarden Yen schwarze Zahlen.

Das Sorgenkind beider Investmentbanken bleiben jedoch die Privatanleger. Bei Nomura erlitt diese Sparte einen Gewinneinbruch um 57 Prozent auf 5,3 Milliarden Yen (44 Millionen Euro). Bei Daiwa ging es um 83 Prozent auf 1,1 Milliarden Yen bergab. Das Handelsvolumen von Privatanlegern ist nach Angaben von Daiwa auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Wirtschaftspolitik der Abenomics Anfang 2013 gesunken.

Foto: Tokioter Börse (Wikipedia CC0)