Tokio (JAPANMARKT) – Honda und Hitachi bündeln ihre Kräfte bei Autokomponenten und legen vier Tochterunternehmen in einem Joint Venture zusammen. Damit schaffen sie einen starken japanischen Hersteller von Autoelektronik, Bremsen und Steuerungstechnik.

Hitachi und Honda wollen als Zulieferer der weltweiten Autoindustrie auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Hitachi übernimmt zwei Drittel des neuen Unternehmens, Honda soll ein Drittel halten. Begründet wird der Schritt mit dem wachsenden Wettbewerb und den Herausforderungen bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen.

Hitachi gliedert seine Autosparte „Automotive Systems“ als eigenständiges Unternehmen aus und übernimmt die Führung der neuen Allianz. Hondas Tochterunternehmen Keihin, Showa und Nissin Kogyo sollen über einen Aktientausch in das neue Unternehmen integriert werden.

Hitachi macht mit „Automotive Systems“ bisher einen Umsatz von knapp einer Billion Yen, Hondas Töchter 800 Milliarden Yen. Zwar bleibt noch ein gehöriger Abstand zu den großen japanischen Playern Denso (5,3 Billionen Yen) und Aisin (4 Billionen Yen), doch zusammen kommt das neue Unternehmen immerhin auf einen Umsatz von 1,8 Billionen Yen (ca. 15 Milliarden Euro).

Hondas bisherige Töchter machen nach wie vor einen Großteil ihres Umsatzes mit der Mutter. Showa und Nissin beliefern auch Suzuki, Mazda und Subaru. Keihin, ein Hersteller von Elektrifizierungssystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, ist noch zu 85 Prozent von der Mutter abhängig. Durch die Kooperation mit Hitachi versprechen sie sich Zugang zu neuen Autokunden.

Foto: Honda, FIT HOME (Photo by JAPAN AUTOMOBILE MANUFACTURERS ASSOCIATION. INC)