Tokio (JAPANMARKT) – Auf der Suche nach den besten Wissenschaftlern für IT und Blockchain ist NTT bereit, viel Geld zu zahlen. Gehälter von bis zu einer Million Dollar sollen die besten Wissenschaftler in das Labor in Palo Alto locken.

NTT will mit attraktiven Gehältern Tech-Unternehmen wie Google und Amazon die Stirn bieten. Auf dem Weg zu einem der führenden IT-Konzernen für künstliche Intelligenz benötigt NTT Top-Mitarbeiter, die sich mit den Zukunftsthemen auskennen: Datenanalysten, Programmierer, Experten für Machine Learning und Blockchain.

In den 90er Jahren gehörte NTT bei japanischen Uniabsolventen zu den beliebtesten Unternehmen – nicht aufgrund der hohen Gehälter, sondern als sicherer Arbeitgeber mit lebenslanger Jobgarantie. Internationale Top-Talente aber waren im ehemaligen Staatskonzern, der nur mit Festnetz und Mobiltelefonie ausschließlich den nationalen Markt bediente, nicht nötig.

Heute ist das anders. NTT hat sich durch Zukäufe zu einem globalen ICT-Dienstleister weiterentwickelt. 2010 übernahm man den südafrikanischen Netzwerkausrüster Data Dimension samt Datenzentren mit 28.000 Mitarbeitern weltweit. Unter der neuen NTT Ltd. wurde Dimension Data Mitte 2019 vollständig mit NTT Communications und NTT Security in den Konzern integriert.

NTT will vor allem in den Bereichen Cyber-Sicherheit, Quantum-Computing und Gesundheits-Informatik neue Impulse setzen, braucht daher Experten für Verschlüsselung, IT-Sicherheit und Blockchain. Um diese für NTT zu gewinnen, hat Entwicklungsleiter Kazuhiro Gomi nun Gehälter von bis zu einer Million US-Dollar angekündigt. Damit würden die besten Forscher mehr verdienen als der Vorstandschef.

Für internationale Forscher ist nicht nur das Gehalt ausschlaggebend, auch das Forschungsumfeld spielt eine wichtige Rolle. NTT hat bereits einige Top-Forscher unter Vertrag. Dazu gehört zum Beispiel Tatsuaki Okamoto, Leiter für Kryptographie und IT-Sicherheit, der seit 1999 beim NTT Lab arbeitet. Er ist international als Blockchain-Experte für Kryptowährungen bekannt. NTT hofft, dass talentierte Wissenschaftler folgen.

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